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Erich Mielke, die Stasi und das runde Leder Der Einfluss der SED und des -Ministeriums für Staatssicherheit auf den Fußballsport in der DDR
Hanns Leske

Inhoudsopgave

1. Erich Mielke und das Ministerium für Staatssicherheit
I. MfS: Drei Buchstaben stehen für ein Unterdrückungsorgan ohne rechtsstaatliche Legitimation
II. Die Symbolik von Schild und Schwert der Partei
III. Die Werkzeuge des Klassengegners: Politisch-ideologische Diversion (PID) und politische Untergrundtätigkeit

2. Erich Mielke – der Berufsrevolutionär
I. Erste Tschekistentätigkeit in Spanien?
II. Ein Lebenslauf nach Maß
III. Wie Erich Mielke den lästigen Zeitzeugen Willi Kreikemeyer beseitigte Willi Kreikemeyer: ‚Leistner ist Mielke‘ Willi Kreikemeyer – ein Mann verschwindet Marthe Kreikemeyer – eine unerschrockene Frau gibt nicht auf Mord oder Selbstmord Parallelen: Willi Kreikemeyer – Lutz Eigendorf
IV. Der Charakter Erich Mielkes

3. Kapitel Vierzig Jahre Sport in der DDR – drei dominante Personen: Manfred Ewald, Rudolf Hellmann, Erich Mielke
I. Manfred Ewald Die Entstehung des Staatssportes als Grundlage des DDR-Sportwunders Kampf dem unpolitischen Sport – Bildung der Industriesportvereinigungen nach sowjetischem Vorbild Der Erfolg heiligt auch unter Kommunisten die Mittel: Ewalds bewußte Brüskierung der sowjetischen Freunde Manfred Ewald und die Medaillen: die Zweiteilung des Sports Manfred Ewald – Totengräber des Fußballs? Der Charakter des Manfred Ewald
II. Rudolf Hellmann
III. Erich Mielke Ungebremste Macht im Sport, auch wenn es absurd ist Sport als politisches Kampfinstrument der bewaffneten Organe

4. Die Sonderrolle des Fußballsports
I. DDR-Fußball: Kleinstaaterei und Bezirksfürsten
II. Struktur des Vereinsfußballs in Oberliga und Liga
III. Die Betriebssportgemeinschaften

5. Die Entwicklung des Fußballs in der DDR – ein permanenter Versuch, durch Strukturänderungen den Erfolg zu erzwingen
I. Fußball im Osten: Wenig Konstanz durch Aufstieg, Abstieg, Abwanderung, Abwerbung (1947 bis 1952)
II. Die Macht der Ideologie: Die ersten Auswahlkollektive und die Gödickes und Satrapas
III. Fußball der Kasernierten Volkspolizei (KVP) in Leipzig und Berlin
IV. Fußball im Sozialismus: Anspruch und Wirklichkeit Der Anspruch: Sportler als kühne Erbauer des Sozialismus Die Wirklichkeit: Das Kaufen und Bestechen hat ein großes Ausmass angenommen Delegierungsunwille, mangelnde Leistungsanreize und fehlende Stimulanz
V. Erste strukturelle Veränderungen im DDR-Fußball 1954/55 – Bildung der Sportclubs während der laufenden Saison Vom Erzgebirge an die Ostseeküste: Das Ende der BSG Empor Lauter Nationalmannschaft aus der Retorte: Die Kunstgebilde DHfK I und II und ihr klägliches Scheitern Aus Dynamo Dresden wird der Ost-Berliner Stasi-Verein Dynamo Von Oberschöneweide zu Vorwärts: Horst Assmy und Günter Wirth erzielen ihre Tore für den Erhalt des Weltfriedens Die Farce: Aues Wismut-Fußballer als SC Wismut-Karl-Marx-Stadt Ein Fazit der Fußball-Meisterschaftssaison 1954/55 Das Fazit der Sportclubbildung aus der Sicht der SED
VI. Gründung des Deutschen Fußball-Verbandes der DDR 1958
VII. Zweite strukturelle Veränderungen im DDR-Spitzenfußball während der Saison 1965/66 Der Rest von Leipzig ungewollter DDR-Meister 1964 Analyse der Verhältnisse und Leistungen im DDR-Fußball 1964 Kampf um einen Oberligaplatz: Wie Stahl Eisenhüttenstadt 1966/67 als Magdeburgs lästige Konkurrenz ausgeschaltet wurde Die Bildung der Fußballclubs zur Jahreswende 1966/67
VIII. Dritte strukturelle Veränderungen im DDR-Fußball 1970 Probleme des Leistungsstandes des DDR-Fußballsports 1969 Vorbereitungen zum ersten Fußballbeschluß im November 1969 Der erste Fußballbeschluß vom April 1970 Wettbewerbsnachteile durch Einberufungen zur Nationalen Volksarmee Umsiedlung des FC Vorwärts von Berlin nach Frankfurt an der Oder Der Absturz der rot-gelben Armeefußballer des ASK / FC Vorwärts Der Schuhkrieg von Cottbus – Nicht jeder Union-Fan ist ein Staatsfeind, aber jeder Staatsfeind ein Union-Fan (Kleine Geschichte der Kicker von Union Oberschöneweide)
IX. Vierte strukturelle Veränderungen im DDR-Fußball in den achtziger Jahren Rudi Hellmanns Kehrtwendung: Aus Schaden klug geworden Der zweite Fußballbeschluß 1983 Analyse des Leistungsstandes des DDR-Fußballs 1986 Illegale Zahlungen, Gesetzesverstöße und Bestechungen in Oberliga, Liga und Bezirksliga (Analyse 1986) Analyse der Situation des DDR-Fußballs 1987 – Reformvorschläge des DFV-Generalsekretärs Karl Zimmermann Exemplarisch: Generaldirektor Wolfgang Biermann (VEB Carl Zeiss Jena) zur Situation in seinem Club (1988) Professionalisierung und Kommerzialisierung
X. Reformbestrebungen als es bereits zu spät ist (1989) Aus Staatsamateuren werden Nicht-Amateure Nationalmannschaftsintermezzo als Possenspiel: Aufstieg und Fall des geradlinigen Kommunisten Manfred Zapf Eduard Geyer letzter Nationaltrainer der DDR
XI. Resümee

6. Repression durch das Ministerium für Staatssicherheit im Fußball
I. Geißel der DDR: die Republikflucht Wechsel über die Zonengrenze bis zum Mauerbau 1961 Republikflüchtige Fußballer nach dem Mauerbau OPK „Latte“ zum Abschuß von Trainer Klaus Sammer
II. Exkurs: Aufnahme der flächendeckenden Kontrolle des Leistungssport durch das Ministerium für Staatssicherheit 1971 – Die Dienstanweisung Nr. 4/71 über die politisch-operative Arbeit im Bereich Körperkultur und Sport
III. (Jahrzehntelange) IM-Spitzeltätigkeit von Fußballspielern und Fußballehrern für das Ministerium für Staatssicherheit Bernd Stange IMS „Kurt Wegener“ (FC Carl Zeiss Jena / DFV) Eduard Geyer IM „Jahn“ (SG Dynamo Dresden / DFV) Der arglose IM: Hans Meyer GMS „Hans Schaxel“ (FC Carl Zeiss Jena) Bernd Bransch GMS „Bernd“ (HFC Chemie) Georg Buschner GMS „Georg“ (FC Carl Zeiss Jena / DFV) SG Dynamo Dresden
IV. Der besondere IM: Gerd Weber IM „Wiehland“ (SG Dynamo Dresden) und die Opfer Peter Kotte und Matthias Müller (ebenfalls SG Dynamo Dresden)
V. Der Fall Lutz Eigendorf (BFC Dynamo)
VI. Die unterschiedlichen Erfahrungen von DDR-Spitzenfußballspielern mit dem MfS – oder: Wie man sich den Fängen der Staatssicherheit widersetzen konnte Der merkwürdige IM: Gerd Kische IM „Neesken“ (FC Hansa Rostock) Heinz Satrapa (BSG Motor Zwickau / BSG Wismut Aue) Jürgen Sparwasser (1.FC Magdeburg) Der Unbeugsame: René Müller (1.FC Lok Leipzig) Der Eigenwillige: Heinz Werner (FC Hansa Rostock / 1.FC Union Berlin) Der Lockere: Olaf Seier (BFC Dynamo / 1.FC Union Berlin)
VII. Menschlich besonders tragische Fälle der Diskriminierung von Fußballspielern Oberligasperre wegen republikflüchtiger Schwester: Ralf Heine (BSG Chemie Leipzig / BSG Chemie Böhlen) Zwangsarbeit unter Tage: Lothar Loulu Meyer (ASK Vorwärts) Erst bei Vorwärts rausgeworfen, dann bei Union: Günter Jimmy Hoge (ASK Vorwärts Berlin / 1.FC Union Berlin)
VIII. Resümee

7. Sicherheitsbedürfnis
I: Abschirmungsmaßnahmen bei „internationalen“ Cup-Spielen, besser: deutsch-deutschen Fußballbegegnungen I. SG Dynamo Dresden - FC Bayern München (1973) Aktion „Vorstoß“ – Sicherung der Touristendelegation der DDR nach München Aktion „Vorstoß“ – freier Kartenverkauf Politisch-operative Absicherung des Spiels in Dresden
II. 1.FC Magdeburg - FC Bayern München (1974) Einsatzbefehl des Chefs der Bezirksbehörde der Deutschen Volkspolizei Sicherungsmaßnahmen vor und während des Spiels in Magdeburg
III. BFC Dynamo - Hamburger SV (1982) Fußball unter Ausschluß der Fans: Die Verteilung der Eintrittskarten an Sicherheitskräfte des MfS und der Deutschen Volkspolizei Einsatzmaßnahmen zur Absicherung des Palasthotels und des Metropol und der Lagefilm zur Aktion „Cup“ Anforderungen an Fußballtouristen in das NSW IV. Resümee

8. Sicherheitsbedürfnis II: Weltmeisterschaft beim Klassenfeind
I. „7-8-9-10-Klasse“ – Die DDR-Touristendelegation
II. Aktion „Leder“ – Befehl Nr. 11/74 bezüglich der „politisch-operativen Sicherung der Teilnehmer aus der DDR“ an der Weltmeisterschaft
III. Sparwassers Tor – Kreisches Wette

9. Sicherheitsbedürfnis III: Randale hat Tradition
I. Gewaltpotential in den Stadien der DDR
II. Maßnahmeplan für Sicherheit und Ordnung bei Spielen zwischen dem BFC Dynamo und dem 1.FC Union (1970)
III. Konzeptionen für Sicherheit und Ordnung auf den Fußballplätzen der DDR (1983 bis 1989)
IV. Analysen der Sicherheitslage in den Stadien der DDR (1983 bis 1989) V. Besondere Sicherheitsprobleme bei Spielen des BFC Dynamo und des 1.FC Union Berlin Der negativ-dekadente Anhang des BFC Dynamo Der negativ-dekadente Anhang des 1.FC Union BFC- und Union-Fans gemeinsam auf Randale VI. Resümee

10. Erich Mielkes Berliner Fußballclub Dynamo: die nahezu unglaubliche Geschichte, wie den Fußballspielern der Staatssicherheit der Erfolg garantiert wurde
I. Sonderstellung und Privilegien für die Armeesportvereinigung Vorwärts
II. Erich Mielkes Sportvereinigung Dynamo BFC Dynamo: Leistungsauftrag europäisches Spitzenniveau BFC Dynamo: Von der Stasi in Besitz genommen, vom Fußballvolk mißachtet, in der Republik verhaßt Dresden zehn Jahre hinter Abonnementmeister BFC Dynamo
III. Die Schiebereien zugunsten des Berliner FC Dynamo Exemplarisch: SG Dynamo Schwerin - BFC Dynamo (1968) MfS-Studie 1971: Bewußt negative Berichterstattung über den BFC Dynamo in der DDR-Presse Eingaben und Beschwerden von SED-Mitgliedern wegen Manipulationen beim Spiel Rot-Weiß Erfurt gegen den BFC Dynamo (1985) Offensichtliche Bevorzugung des BFC Dynamo in der Saison 1984/85 Offensichtliche Bevorzugung des BFC Dynamo im FDGB-Pokalendspiel 1985 Das Skandalspiel 1986 – Der Schand-Elfmeter von Leipzig Die Motivation der Schiedsrichter Der BFC und die Journalisten – Eine Fallstudie
IV. Der BFC Dynamo nach der Wende und die Kinder der Stasi
V. Resümee

11. Zusammenfassung und Bewertung Biographien
I: Sportliches Personal Biographien
II: Politisches und gesellschaftliches Personal Abkürzungsverzeichnis
Hinweis: Literatur- und Quellenverzeichnis



(Verlag die Werkstatt)
isbn: 3895334480
prijs: € 38,00
gebonden; 640 pagina's

levertijd 5-7 werkdagen; verzendkosten € 3,50
Duitstalig

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