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beim Feind?
Der ganz alltägliche Friede hinter dem deutsch-niederländischen
Fußballkrieg Ingo Schiweck Horst
Blankenburg Der deutsche Abräumer von Amsterdam
Als ich dann 1970 nach Amsterdam kam, gab es eigentlich überhaupt
keine Probleme wegen meiner deutschen Herkunft. Ich wohnte mit meiner Frau in
Amsterdam, wo auch unsere beiden Töchter gekommen sind. Ein älteres
Ehepaar hat für uns damals den Haushalt gemacht. Der Mann hatte im KZ gesessen,
und die Kinder haben die beiden einfach Opa und Oma genannt. Also selbst da gab
es keine Probleme wegen der deutschen Herkunft. Am Anfang hörte man vielleicht
im Stadion mal ein paar Zwischenrufe, aber wenn du Leistung bringst, interessiert
es keinen mehr, wo du herkommst. Die Leute wüßten ja, oft sowieso nicht
genau, wo ich herstamme: Die Deutschen dachten, ich wär Holländer, die
Holländer hielten mich auch nicht unbdingt für einen Deutschen. Heute
glauben die Deutschen ja immer noch, ich war Holländer. Ich kan auf Holländisch
alles lesen, ich verstehe, was gesprochen wird, und reden geht auch heute noch
einigermaßen. Die meisten Mitspieler sprachen ja Deutsch, also konnte ich
mich anfangs in der gewohnten Sprache dort verständigen; am Schluß
ging es dan auch auf Holländisch. Wim Suurbiers Erinnerung ist etwas
anders: Es war zu unserer Zeit undenkbar, daß in der Kabine kein Niederländisch
gesprochen wurde. Wir hatten mal einen Deutschen, aber der mußte uns folgen.
Ist ihm übrigens ganz gut gelungen, sich zwischen all den Amsterdamern zu
behaupten. 1969/70 beginnt im Europapokal der Landesmeister eine
Niederländische Ära. In der Saison zuvor hat Ajax Amsterdam - nachdem
die Mannschaft unter anderen in der ersten Runde den deutschen Meister 1. FC Nürnberg
aus dem Rennen geworfen hat - noch das Finale gegen einen übermächtigen
AC Mailand mit der rheinischen Legionär Karl-Heinz Schnellinger sowie Giovanni
Trapattoni verloren. Rinus Michels' Mansschaft muß in diesem Wettbewerb
1969/70 pausieren. Als niederländischer Meister darf der Rivale Feyenoord
aus Rotterdam um den Europapokal spielen. Die Rotterdammer holen den Pott tatsächlich
zum ersten Mal in die Niederlande. Ajax kann sich in der Zwischenzeit
verstärken und an der nationalen Feyenoord-Konkurrenz wachsen. Die Amsterdammer
werden 1970 wieder Meister und gewinnen zudem noch den niederländischen Pokal.
Auf europäischer Ebene ist die Mannschaft um Johan Cruijff nun drei Jahre
lang das Maß aller Dinge Later lezen we nog hoe Johan Cruijff
ijverde voor naturalisatie voor Blankenburg, zodat deze ook voor het Nederlands
elftal kon uitkomen; dat Hans Kraaij problemen had met Ajax-Duitsers Blankenburg
en Steffenhagen, vermoedelijk omdat zij Duitsers waren, en dat er een brug in
de Watergraafsmeer is vernoemd naar Blankenburg.
(uitg. Maverix Verlag für Unterhaltung
und sonstige Kultur) isbn: 398109574x prijs: € 22,00 paperback;
212 pagina's verschenen 24 april 2006 levertijd 5-7 werkdagen Duitstalig
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