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Bundesligachronik 1968/1969
Hauptsache, gewonnen Wie so
oft zuletzt spielte Nürnberg kopflos, hektisch und übernervös.
Doch was zählte, war allein der doppelte Punktgewinn. Max Merkel
wollte allen Ernstes Chancen zu einem 4:0 gesehen haben, aber auch
er war nicht unbedingt angetan von der Leistung seiner Mannschaft. Kollege Ribbeck
durfte dan auch beide Teams meinen, als er sagte: Ich habe in der letzten
Zeit keine so slechte Leistungen gesehen. Frankfurt ging direkt mit einem
Rückstand in die Partie, der wohl dümmer nich hätte zustande kommen
können. Zaczyk zog eine Flanke ins Niemandsland, die erst Kunter verpasste
und dann Wirth ins eigene Tor köpfte. So geschehen nach 50 Sekunden. Auf
normalem Wege war dieser Eintracht-Abwehr auch nicht beizukommen. Was Huberts
in der Innenverteidigung zeigte, hätte man sich auch in den anderen Manschaftsteilen
gewünscht, außerdem standen mit Kalb und Jusufi vor der Abwehrkette
noch zwei exzellente Abfangjäger, die das fächerartige Konterspiel pausenlos
am Laufen hielten. Richtig slecht spielte, außer Hölzenbein
auch im Sturm niemand. Doch was immer auf das Nürnberger Tor zuflog, Jürgen
Rynio fing es oder wehrte es ab. Nur davon lebten die Nürnberger: von Frankfurts
Pech und von Rynios Künsten. Immerhin, nach einer Weile fand auch Ludwig
Müller seine Linie wieder, und Zaczyk war ohnehin, nicht so slecht. Aber
so plump und zählflüssig wie der Club nach vorn spielte, war ein zweites
Tor ein Ding der Unmöglichkeit. Küppers hatte zwar einige gute Szenen,
aber Volkert zeigte heute kaum Regionalliganiveau. So schaffte Nürnberg das
Kunststück, quasi ohne eigene Torchance zu gewinnen. Denn was Max Merkel
gesehen habe wollte, konnte niemand anderes bezeugen.
1. FC Nürnberg - Eintracht Frankfurt 1:0 (1:0) Sa., 22.03.1969, 15.30
Uhr Zuschauer: 18.000 SR: Ferdinand Biwersi (Bliesransbach)
Tore: 1:0 Karl-Heinz Wirth (1. Eigentor) Besonderheiten: keine
Aufstellung 1. FC Nürnberg: Jürgen
Rynio; Johnny Hansen, Ludwig Müller, Ferdinand Wenauer, Fritz Popp; Klaus
Zaczyk, Heinz Müller; Erich beer, Heinz Strehl, Hans Küppers, George
Volkert (77. Dieter Nüssing) Aufstellung Eintracht Frankfurt:
Peter Kunter; Karl-Heinz Wirth, Friedel Lutz, Wilhelm Huberts, Lothar Schärner;
Fahrudin Jusufi, Jürgen Kalb; Jürgen Grabowski, Walter Bechtold, Bernd
Hölzenbein (46. Oskar Lotz), Bernd Nickel.
Ulrich Merk & André Schulin
(uitg. Agon Verlag) isbn: 9783897840881 prijs: € 25,00 verschenen
december 2006 gebonden; 222 pagina's levertijd 5-7 werkdagen Duitstalig
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